BruCe McLaren

Für Bruce war das Maß aller Dinge der Erfolg. Vielleicht erreichte er deshalb als Grand Prix gewinnenden Rennfahrer, bahnbrechender Rennwagendesigner und Gründer des erfolgreichsten Formel-1-Teams der Geschichte in seinen tragisch kurzen 32 Lebensjahren eine ganze Menge.

„ETWAS GUT ZU MACHEN, IST SO ERSTREBENSWERT, DASS ES NICHT VERMESSEN SEIN KANN, BEIM VERSUCH ES BESSER ZU MACHEN ZU STERBEN. ES WÄRE DIE VERSCHWENDUNG EINES LEBENS, NICHTS MIT DEN EIGENEN FÄHIGKEITEN ANZUFANGEN, DENN ICH GLAUBE, DASS DAS LEBEN IN ERFOLGEN GEMESSEN WIRD, NICHT ALLEIN IN JAHREN.“

BRUCE McLAREN

BESCHEIDENE ANFÄNGE

Bruce McLaren wurde in Auckland, Neuseeland, geboren. Erste Rennerfahrung sammelte er am Steuer seines umgebauten 1929er Austin Ulster. Ursprünglich war das Fahrzeug von seinem Vater in Einzelteilen gekauft worden, um es zu restaurieren und weiterzuverkaufen. Doch der 13-jährige Bruce überredete ihn, den Austin Ulster in einen Rennwagen zu verwandeln.

Der zukünftige Rennwagendesigner beteiligte sich mit Enthusiasmus an allen Schritten der Restaurierung des Ulsters – und konnte diese Erfahrung entscheidend für sich nutzen. Denn schon zwei Jahre später fuhr der erst 15-jährige in seinem rennfertigen Ulster die schnellste Zeit in der 750-Kubikklasse beim „Muriwai Beach Hill Climb“.

EIN JAHRZEHNT DES ERFOLGS

Sieben Jahre später, im Alter von nur 22 Jahren, gewann Bruce seinen ersten Grand Prix und war damit der jüngste Sieger aller Zeiten. Ein Rekord, der über 40 Jahre Bestand haben sollte. Im folgenden Jahr gewann er den Großen Preis von Argentinien und wurde Zweiter in der Fahrerweltmeisterschaft hinter Jack Brabham.

Im folgenden Jahrzehnt blieb Bruce McLaren einer der besten Fahrer der Welt. Seine Beliebtheit und Begeisterung für den Rennsport ließen niemals nach. Was sich jedoch änderte, war sein stetig zunehmender Einfluss auf die Welt des Motorrennsports.

McLAREN ENGINEERING

Bruce McLarens Vision reichte weit über den Fahrersitz hinaus. Ingenieur, Designer, Erfinder, Tester – Bruce war ein Automobilgenie. Naheliegend, dass er einer von nur zwei Männern ist, die jemals einen Grand Prix in einem Rennwagen gewannen, der jeweils ihren eigenen Namen trug. Das Motorsportunternehmen, das er gründete, wurde zu einer der erfolgreichsten Marken in der Formel-1-Geschichte.

Der Erfolg von McLarens Rennwagen ging weit über die Formel 1™ hinaus. Es gab Siege im Indianapolis 500 in den Jahren 1972, '74 und '76. Von Bruce und Denny Hulme gefahrene McLarens dominierten ebenfalls die Can-Am-Serie und gewannen dort fünfmal hintereinander die Konstrukteursmeisterschaft zwischen 1967 und 1971. 

TRAGÖDIE IN GOODWOOD

Während einer Testfahrt in Goodwood am 2. Juni 1970 löste sich die Heckverkleidung von Bruces M8D bei einer Geschwindigkeit von über 273 km/h. Der Wagen drehte sich, kam von der Strecke ab und wurde von einem Schutzwall gestoppt. Bruce wurde aus dem Wrack geschleudert und verlor so sein Leben auf tragische Weise. Er war erst 32.

Für den nächsten Tag sollte die Arbeit unterbrochen werden. Doch durch und durch Rennprofis, erschien jedes Teammitglied an seinem Arbeitsplatz und nur 12 Tage später standen zwei McLaren M8Ds in der Startaufstellung der Can-Am-Serie.

Als Ersatz für Bruce wurde Dan Gurney benannt. Obwohl er das Fahrzeug niemals zuvor gefahren hatte, gewann Dan das Rennen. Denny Hulme, mit bandagierten Händen nach einem Brand beim Rennen in Indianapolis, wurde Dritter. Das war die größte Ehre für die Rennphilosophie von Bruce: Das McLaren Team gewann in dem Jahr neun von zehn Rennen.

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