Ayrton Senna – die Legende

Als Ayrton Senna im Jahr 1988 bei McLaren anheuerte, war er 28 Jahre alt und ein herausragender junger Fahrer. Er hatte bereits vier Saisons in der Formel 1 hinter sich und dabei sechs Siege eingefahren. Doch während seiner Zeit mit dem Team sollte er sich zu einem wahren Champion weiterentwickeln. Aus einem Fahrer mit enorm viel Potenzial wurde ein dreifacher Weltmeister.

Schon Sennas erste Saison bei McLaren war sensationell. Im MP4/4, einem der besten Formel-1-Rennwagen aller Zeiten, überquerte Senna acht Mal als Erster die Ziellinie – ein neuer Rekord. Damit sicherte er sich in seinem ersten Jahr bei McLaren den Weltmeistertitel.

 

Auf einer Wellenlänge

Doch Senna bekam bei McLaren nicht nur einen extrem schnellen Wagen, er wurde Teil eines Teams, das sein Ethos und seinen intensiven Siegeswillen teilte. „Deine Hingabe erreicht ein Niveau, auf dem es keine Kompromisse gibt“, sagte Senna einst über die Formel 1. Du gibt alles, was du hast, bis zum absoluten Limit.“

McLaren verfolgte denselben kompromisslosen Ansatz wie Senna und erwartete von jedem einzelnen Teammitglied nicht weniger als absolute Höchstleistung. So wurde die Leistung des Fahrzeugs bis zum Maximum ausgereizt. Das Ergebnis waren gleich mehrere Titel, sowohl für den Fahrer wie auch für das Team. 1989 wurde Senna hinter seinem Teamkollegen Alain Prost Zweiter, doch 1990 und 1991 sicherte er sich, unterstützt von seinem neuen Stallgefährten Gerhard Berger, den Fahrertitel und wurde so zu einem der größten Fahrer aller Zeiten.

 

Eine unvergessliche Ära

Senna blieb für zwei weitere Saisons bei McLaren. Auch wenn kein weiterer Weltmeistertitel folgte, fuhr er dennoch unvergessliche Siege ein. Zu den Höhepunkten in dieser Zeit gehörten sein Sieg in Monaco 1993 – sein sechster auf dieser Strecke und damit Rekord – und die vermutlich beste einzelne Runde in der Geschichte der Formel 1 beim Großen Preis von Europa in Donington, GB, im Jahr 1993.

Senna verabschiedete sich von McLaren mit einem Sieg beim Großen Preis von Australien 1993. Es war sein 35. Sieg in sechs Jahren bei McLaren. Sein Abschied war äußerst emotionsgeladen: Senna zog Alain Prost zu sich auf das Siegerpodest, nahm seine Hand und streckte sie in die Höhe – eine öffentliche Versöhnung nach all den von größter Rivalität geprägten Jahren.

In der Saison 1994 ging Senna für einen Rivalen an den Start und im dritten Rennen der Saison, am 1. Mai, verlor er bei einem tragischen Unfall während des Großen Preises von San Marino in Italien sein Leben.

 

Das Vermächtnis lebt weiter

Heute gilt Ayrton Senna als einer der besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Seine drei Weltmeistertitel, 41 Siege und 65 Pole-Positions sind Zeugnis für sein kompromissloses Talent, seine zielgerichtete Konzentration auf den nächsten Sieg sowie sein einmaliges Gespür für und seine intuitive Verbindung mit seinen Rennwagen.

Ayrton Sennas Zeit bei McLaren prägte den Mann und das Team: Diese sechs Jahre wurden zur Legende. Sennas unbändiger Wille lebt bei McLaren fort und die neue Ultimate Series, die seinen Namen trägt, wird seine Verbindung zu McLaren und sein weltweites Vermächtnis weiter stärken.

Photography by Norio Koike

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